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35.Oktoberfestpokal 2010 E-Mail

 

Die Saison wurde wie jedes Jahr auch 2010 in München mit dem heuer schon

"35. Oktoberfestpokal" beendet.

 

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--> weitere Bilder von g/b.flixeder

Gesamtwertung: (122 Teilnehmer)

  1. Herrig Martin (GER)
  2. Pölzl Jürgen (AUT)
  3. Herrig Andreas (GER)
  4. Kunz Andreas (GER)
  5. Duchesne Denis (BEL) 

Speed:

  1. Pölzl Jürgen (AUT)
  2. Herrig Martin (GER)
  3. Kunz Andreas (GER)
  4. Dylla Thomas (GER)
  5. Herrig Andreas (GER)

 Mannschaft:

  1. Herrig M. / Herrig A. / Müller M.
  2. Pölzl J. / Rossmann / Flixeder G.
  3. Amici / Villani E. / Rosso

 

 

Finalbewerb der Eurotour 2010

35.Oktoberfestpokal

München 24. bis 26. September 2010

 

Ruhiges Spätherbstwetter empfängt uns um Freitagmorgen. Um 8 Uhr wird eröffnet, 8:15 startet die erste Zeitfluggruppe. Bei nur schwachem Wind aus Nordost ist die Ausgangshöhe ein wichtiger Faktor für einen erfolgreichen Zeitflug. Etwa zwei Drittel des 122 Teilnehmer starken Feldes schafft die Aufgabe ohne nennenswerte Punkteverluste.

Mit Hinweis auf die winterlichen Wettervorhersagen wird im Anschluss mit Speedflug Runde 1 fortgesetzt. Am Anfang ist eine Zeit unter 17 Sekunden noch kaum zu erreichen, nach und nach gibt es Windunterstützung beim Start und die Bestzeit liegt bald bei 16 Sekunden.

Der Speedflug der Runde 2 wird vorgezogen, gestartet wird in der Reihenfolge der Auslosung. Thermisch bedingte Unterschiede führen zu Zeiten zwischen 14,5 und bis zu 19 Sekunden. Die an den Flugplatz anschliessenden Felder verleiten viele Piloten zu einem Kurs, der weit aus der Idealrichtung weist und so die Flugstrecke und –zeit deutlich verlängert.

Der Freitag wird mit dem ersten Teil der Streckenflüge Runde 1 beschlossen. Erste Gewitterwolken erreichen gegen 18 Uhr das Fluggelände und kündigen den erwarteten Wetterumsturz an. 

 

Die Tagwache um 6:30 wird von einem monotonen Geplätscher begleitet, der vorhergesagte Regen hat eingesetzt. Auf dem Flugplatz wird der Bewerb bis Mittag unterbrochen. Wir nutzen den Vormittag, um uns das nahe Flugzeugmuseum in Oberschleißheim anzusehen.

Um 12:15 geht’s mit F3B weiter. Der Himmel ist bedeckt, aber es fällt kein Regen mehr, der kühle Wind kommt aus Südwest und hat aufgefrischt. Es steht der Zeitflug der zweiten Runde am Programm. Die guten Hochstarthöhen lassen die Aufgabe leicht erscheinen. Doch in so mancher Gruppe findet man sich nach 6 Flugminuten in Höhe der vorgelagerten Hügel und Büsche wieder. Die Leerotoren sorgen dann oft für ein jähes Ende mit so mancher Aussenlandung.

Zur Vollendung der ersten kompletten Runde fehlen nur die letzten 4 Streckenfluggruppen vom Vortag. Mit relativ hohen Zuladungen werden bis zu 26 Strecken erreicht.

Die Ergebnisliste der Runde 1 sieht Jan Stonavsky auf Platz 1. Wie üblich sind die Abstände sehr klein, bis zum Rang 30 hin ist wahrscheinlich noch alles möglich.

Der Streckenflug der Runde zwei beendet nicht nur den Tag, sondern auch die 2. Runde. Die Gruppenergebnisse sind stark von den aktuellen Wind- und Thermikverhältnissen abhängig. Die Tatsache, dass Richtung Westen gestartet wird und die Messtrecke nach Osten aufgebaut ist, erschwert bei dem starken Wind vor allem das genaue Wenden an der Basis B. Bei thermisch gutem Wetter werden bis 28 Strecken geflogen. Andererseits reichen fallweise auch 15 Strecken für die ersehnten 1000 Punkte. Besonders die Flüge vom Martin und Andreas Herrig sind sehenswert, nur wenige können sie gegenwärtig im Streckenflug fordern. Leider gibt es einige Zusammenstösse, auch ein Freestyler aus dem Hause Herrig ist dabei. Die Aufschlagstelle wird im Sprint erreicht und flugs die Flächentaschen über die Überreste gestülpt. Was da wohl drinnen wohnt? Sollten wir Angst haben?

 

Den Samstagabend verbringen wir im Stadtsaal von Haar bei München. Der veranstaltende Verein MCM München feiert heuer 40-jähriges Jubiläum, 35 Jahre Oktoberfestpokal F3B und 10 Jahre Fluggelände Salmdorf. Neben einem reichhaltigen Buffet werden auch unterhaltsame Filme und Fotos aus der Frühzeit der F3B-Fliegerei geboten. An Modellen sind fast alle Generationen von F3B-Modellen ausgestellt, so ist eine Dassel der AME Innsbruck ebenso zu bestaunen wie die Tele-F von Ralf Decker und Dieter Pfefferkorn.

Ein ‚clubeigener’ Zauberer zeigt einige Kunststücke, bedauerlicher Weise bleiben meine am Nachmittag abgegebenen Strecken weiterhin verschollen….

Am Sonntag wird gemütlich gestartet, erst um 8:30 rauscht die erste Zeitfluggruppe. Einige graue Wolken werden vom noch schwachen Westwind über den blauen Himmel geschoben. Wie schon gestern bedarf es eines guten Hochstarts, um sorgenarm die zehn Minuten zu fliegen. Die mittlerweile vorne liegenden Piloten zeigen kaum Schwächen. Wolfgang Hirts Shooter kollidiert in diesem Zeitflug, eine schnelle Reparatur wird nötig.

Der schwächere Wind vereinfacht den Streckenflug, gegen Mittag ist auch der Thermikeinfluss schon deutlich sichtbar. Einige wenige Signalverwechslungen bringen Wiederholungsflüge der Mitfavoriten um den Sieg.

 

Vor dem abschliessenden Speedflug in umgekehrter Reihenfolge der Platzierung liegt Jürgen Pölzl (A) sensationell mit fast 90 Punkten Vorsprung vor Martin und Andreas Herrig. Der Wind hat auf Nordwest gedreht und unterstützt die Starts deutlich, auch die zusätzlichen thermischen Einflüsse lassen fallweise Zeiten um die 15 Sekunden zu. Unter den ersten zehn liegen nicht weniger als vier Österreicher. Wolfgang Hirt ist als erster dran. Sein Shooter zerplatzt im Hochstart spektakulär – wohl eine Folge des Zusammenstosses im Zeitflug. Anfangs lässt sich der Abstieg mit nur einem halben linken Flügel noch leidlich kontrollieren, die Landung fällt aber dann doch fast senkrecht aus.

Hans Rossmann und Gerhard Flixeder fliegen Zeiten um die 16 Sekunden. Andreas Herrig fliegt eine niedrige 16. Martin folgt mit einem eine mittleren 15-er Zeit. Mit seinen 90 Punkten Vorsprung benötigt Jürgen ‚nur’ eine hohe 16-er Zeit zum Sieg. Das Wetter unterstützt zwar nicht besonders, aber ein sauber und sicher geflogener Flug mit 16,60 Sekunden macht ihn zum Sieger des Eurotourbewerbs München 2010. Zur Sicherheit haben die Veranstalter schon mal ein Fly-Off mit Speedflügen für die ersten 6 angesetzt – ein Schelm, der Böses denkt….

Im Finale gewinnt schliesslich Martin Herrig mit 14,43 Sekunden vor Jürgen Pölzl mit 15,25 Sekunden den Oktoberfestpokal 2010.

Die wie immer von den Sponsoren reichlich ausgestattete Siegerehrung lüftet dann das letzte Geheimnis, das der Eurotour:

 

1

Herrig, Andreas

GER

 

399,19

2

Pölzl, Jürgen

AUT

 

398,94

3

Herrig, Martin

GER

 

397,83

4

Seyfang, Michael

GER

 

396,49

5

Duchesne, Denis

BEL

 

396,34

6

Böhlen, Andreas

SUI

 

395,75

7

Flixeder, Bernhard

AUT

x

394,17

8

Flixeder, Gerhard

AUT

 

393,03

9

Kunz, Andreas

GER

 

393,01

10

Amici,Daniele

ITA

 

392,90

 

Mit dem 2. Platz von Jürgen, dem 7. von Bernhard (und Sieg in der Jugendklasse) und dem 8. von Gerhard sind drei Österreicher unter den Top Ten der F3B-Eurotour vertreten.

 

 

Peter Hoffmann, 28.09.2010

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